Kottewitz–Weinböhla

Wir planen, den Streckenabschnitt Kottewitz–Weinböhla mit einem Tunnel durch den Kockelsberg zu begradigen. Damit verkürzen wir die Streckenlänge um ca. 1,1 Kilometer und die Züge können zukünftig mit bis zu 200 km/h im Streckenabschnitt fahren. So schließen wir die letzte Lücke zwischen den schon für 200 km/h ausgebauten benachbarten Streckenabschnitten. Die Streckenbegradigung macht nicht nur die Verbindung Leipzig–Dresden schneller, sondern auch die Verbindung Berlin–Dresden. Auf der Ausbaustrecke Leipzig–Dresden bedeutet der Abschnitt Kottewitz–Weinböhla einen der letzten Lückenschlüsse.

Auf der folgenden interaktiven Karte können Sie sich ansehen, was wir an welcher Stelle im Detail vorhaben.

Schneller von Dresden nach Leipzig und Berlin

Mit 200 km/h und einem begradigten Streckenverlauf sorgen wir für schnellere Verbindungen auf den Strecken Dresden–Leipzig und Dresden–Berlin.

Moderne Standards für grüne Mobilität

Wir rüsten den Streckenabschnitt für zeitgemäße internationale Anforderungen aus. Davon profitiert der klimafreundliche europäische Bahnverkehr.

Sinnvoller Einsatz von Investitionen

Mit der Streckenbegradigung nutzen wir die Vorteile der bereits auf 200 km/h ausgelegten angrenzenden Streckenabschnitte komplett aus.

Das letzte Puzzlestück wird gesetzt

Wir bringen die über 20 Jahre alte Idee der Bündelung der beiden Fernstrecken von Dresden nach Leipzig und Berlin zu Ende.

Aktuelles

Kottewitz–Weinböhla

Zwischen den Planungsphasen

Im Jahr 2022 haben wir die Vorplanung im Abschnitt Kottewitz–Weinböhla abgeschlossen, nun im Jahr 2023 beginnen wir mit der Entwurfsplanung. Doch was bedeutet das eigentlich? Ein Überblick.

Überblick

  • Zeitplan

  • Lärmschutz

  • Streckenbegradigung

  • Seit Ende 2022 haben wir die Vorplanung abgeschlossen.
  • Aktuell werten wir die Angebote der Ausschreibung zur Entwurfsplanung aus.
  • Wir rechnen mit einem Baubeginn Anfang des kommenden Jahrzehnts.

Daten und Fakten

Der Abschnitt Kottewitz–Weinböhla liegt sowohl auf der Verbindung Dresden–Leipzig als auch Dresden–Berlin

  • Wir begradigen die vor Ort als „Berliner Strecke“ bekannte Bahnstrecke
  • Diese ist weiter nördlich mit der Verbindungskurve Weißig–Böhla seit 2010 mit der Bahnstrecke Leipzig–Dresden verbunden.
  • Die in Niederau und Priestewitz parallel verlaufende alte „Leipziger Strecke“, an der auch die Haltepunkte Weinböhla, Niederau und Priestewitz liegen, bauen wir nicht um. Sie bleibt unverändert bestehen.

Planungsgrenzen: Naunhofer Straße in Priestewitz-Böhla und Grenzstraße in Niederau

Bestehende Streckenführung:

  • Länge: 6,8 km
  • Geschwindigkeit 120 km/h

Streckenbegradigung:

  • Verkürzung Strecke um ca. 1,1 km auf 5,7 km
  • Kockelsbergtunnel von ca. 2,2 km Länge
  • Nördlich des Tunnels in Richtung Priestewitz verläuft die Strecke voraussichtlich in einer Trog-Tunnel-Kombination
  • Erhöhung der Geschwindigkeit auf bis zu 200 km/h

Im Dialog

Wir informieren und konsultieren die Öffentlichkeit frühzeitig zu unseren Baumaßnahmen. Im Abschnitt Kottewitz–Weinböhla haben wir während der Vorplanung zwei Veranstaltungen durchgeführt.

Digitale Informationsveranstaltung am 13. April 2021

Am 13. April 2021 haben wir eine digitale Informationsveranstaltung durchgeführt. Den Mitschnitt der Veranstaltung können Sie sich hier ansehen:

Die offenen gebliebenen Fragen, haben wir in diesem Dokument beantwortet: Offene Fragen aus der digitalen Informationsveranstaltung am 13. April 2021

Dialogveranstaltung in Niederau am 11. Juli 2022

Am 11. Juli 2022 fand eine Dialogveranstaltung in Niederau statt. Hier konnten sich Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort informieren und den Projektverantwortlichen ihre Fragen stellen.

Wichtige Bauwerke

Kockelsbergtunnel
  • Der Kockelsbergtunnel wird ca. 2,2 Kilometer lang.
  • Bei dieser Länge sind wir verpflichtet, zwei einzelne Tunnelröhren pro Gleis zu bauen.
  • Die Röhren werden einen Abstand von knapp über 20 Metern zueinander haben.
  • Zwischen den Röhren bauen wir sechs Querverbindungen (Querschläge). Davon dienen vier der Rettung im Notfall und zwei sind für Technik vorgesehen.
  • Das südliche Tunnelportal zwischen Oberau und Gohlis verlängern wir künstlich. Das hat folgende Gründe:
    • Auf beiden Seiten des Tunnelportals befinden sich Naturschutzgebiete. Durch die Verlängerung des Tunnelportals können wir eine Verbindung zwischen diesen Naturschutzgebieten herstellen.
    • Ein Tunnel bietet höchsten Schallschutz für die Umgebung. Durch die Verlängerung des Tunnelportals können wir diese Form des Schallschutzes vergrößern
  • Beim nördlichen Tunnelportal bei Großdobritz verläuft die Strecke anschließend in einem Trogbauwerk.
  • Mit welcher Bautechnologie wir den Tunnel bauen, steht noch nicht abschließend fest. Wir gehen im Moment davon aus, dass wir den Tunnel im Sprengvortrieb bauen werden.
Weißbergtunnel

Nördlich des Kockelsbergtunnels soll sich ein zweiter Tunnel anschließen

  • Länge: ca. 500 Meter
  • Da der Tunnel die Grenze von 500 Metern Länge nicht überschreiten wird, können die beiden Gleise in einer gemeinsamen Röhre verlaufen.

Ursprünglich hatten wir an dieser Stelle einen Verlauf der Strecke im Einschnitt vorgesehen. Im Verlauf der Vorplanung und mit der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung haben wir diesen zweiten Tunnel als Vorzugsvariante definiert. Das hat folgende Gründe:

  • Mit einer Führung der Strecke im Einschnitt könnte sich der Grundwasserspiegel absenken. Das können wir mit dem zweiten Tunnel verhindern.
  • Außerdem vermindern wir die Eingriffe in die Landschaft und die Landwirtschaft. Auf dem Tunnel können zukünftig weiterhin Felder bestellt werden.

Den Weißbergtunnel bauen wir in Offener Bauweise. Das bedeutet, dass wir zuerst die Bahnstrecke in einer Baugrube bauen. Danach bauen wir den Tunneldeckel. Darüber füllen wir wieder das Erdreich auf.

Großdobritzer Straße Niederau
  • Wir müssen die Großdobritzer Straße zwischen Oberau und Gohlis verlegen, da sich in diesem Bereich das Südportal des Kockelsbergtunnels befinden wird.
  • Der genaue zukünftige Verlauf der Großdobritzer Straße steht noch nicht endgültig fest. Es gibt noch mehrere Varianten.
  • Die Entscheidung für eine der Varianten ist kompliziert. Es müssen mehrere Interessen berücksichtigt werden.
  • Bei Variante 1 wird die Großdobritzer Straße in der Nähe ihres heutigen Verlaufs unter der neuen Bahnstrecke hindurchgeführt. Es würde also eine Eisenbahnbrücke entstehen.
  • Bei Variante 2 würde die Großdobritzer Straße über das südliche Tunnelportal des Kockelsbergtunnels geführt.
  • Beide Varianten berücksichtigen die Anbindung des Oberen und Unteren Buschmühlenwegs.
  • In der Entwurfsplanung werden wir die beiden Varianten weiter prüfen und nach weiterem Austausch mit den Behörden eine Entscheidung treffen.

Projektfilme

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